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15.11.2021 11:13 Alter: 20 days
Kategorie: News DJJV, Aus- & Fortbildung, DJJV, Jugend, Nicht mit mir! Aus- & FortbildungDJJVJugendNicht mit mir!

„Kinderschutz geht alle an!“


… war das Motto der Aus- und Fortbildung „Kinderschutz & Zivilcourage“ beim Kompetenzwochenende in Bad Blankenburg. 20 Teilnehmende aus allen Altersgruppen und unterschiedlichen Bereichen fanden sich am Freitagabend im Seminarraum ein, um ihrerseits Verantwortung für die schwächsten in unserer Gesellschaft, nämlich Kinder, zu übernehmen. Niklas Martin, Referent Jugend und Fritz Schweibold, Kinder- und Jugendschutzbeauftragter des Verbandes, moderierten die Veranstaltung und sensibilisierten die Anwesenden mit interessanten Vorträgen, Einblicken und Hintergrundwissen. Besonders erfreulich war, dass unter den Teilnehmenden auch junge Menschen waren, für die solche Konzepte gemacht werden. Sie konnten so ihre Sichtweisen, Erfahrungen, aber auch Sorgen mit einbringen. Das ist nicht immer so, denn oft werden Konzepte oder Schulungen ausschließlich von Erwachsenen für Kinder und Jugendliche erarbeitet und umgesetzt. Die Jugend im DJJV ist jedoch dafür bekannt, dass gerade die Zielgruppe der jungen Menschen an Entscheidungen beteiligt ist, Partizipation wird groß geschrieben.

Mit Gruppenarbeiten, Präsentationen, Diskussionen, Rollenspielen, Übungen und Gesprächen wurden Qualitätsstandards für Schutzkonzepte in der Kinder- und Jugendarbeit erarbeitet und vorgestellt. Anforderungsprofile und Aufgaben von Kinder- und Jugendschutzbeauftragten wurden ebenso vermittelt wie das Verständnis für Schutzkonzepte und Handlungsempfehlungen im Fall von Intervention. Dabei wurde auf einen ganzheitlichen Ansatz Wert gelegt, wie er aktuell von der Wissenschaft und Fachleuten gefordert wird. Dieser besteht aus 4 Bausteinen.

1.     Gefährdungen verringern und Regeln aufstellen

2.     Geeignete Ansprechpartner*innen benennen und schulen.
Dafür auch ein Beschwerdemanagement und Unterstützung bereitstellen

3.     Intervention, bei Rechts- und Grenzverletzungen eingreifen

4.     Unrecht aufarbeiten, Prävention anpassen und Betroffene empowern.
Aber auch falschen Verdacht richtig behandeln und ggf. Betroffene rehabilitieren

Ein zusätzlicher Baustein im Gesamtkonzept war bei dieser Fortbildung auch noch die Thematik „Zivilcourage“, bei der die Teilnehmenden eigene Erfahrungen bzw. Ideen einbringen konnten. Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit aufbauen, kein leichtes Opfer sein und helfen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen, wurde von den Moderatoren und Teilnehmern plakativ und praktisch vermittelt. Natürlich durften auch die rechtlichen Aspekte nicht zu kurz kommen, sind diese doch im Einzelfall sehr komplex und individuell. Gerade in diesem Bereich wurde deutlich wie wichtig Dinge wie Außenwirkung, Wahrnehmung und Verhältnismäßigkeit sind. In der persönlichen Feedbackrunde waren sich alle Anwesenden unisono einig, dass die Veranstaltung sehr gelungen war und sich viele eine Fortsetzung bzw. Erweiterung zur Thematik wünschen. Dies wurde auch durch die anonyme Abfrage am Ende des Seminars bestätigt.

Fritz Schweibold
Referent Gewaltprävention DJJV


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