< 2. Hanbo-Jutsu Lehrgang in Hamburg
04.10.2020 11:36 Alter: 24 days
Kategorie: Hamburg Hamburg

Landes-Techniklehrgang in besonderen Zeiten in Adendorf / Niedersachsen


Fast schon Tradition, doch unter besonderen Umständen… Manfred Parlowski (6. Dan JJ) lud für den TSV Adendorf zum 03.10.2020 wieder zum Lehrgang ein. Referent war neben ihm wieder Thorsten Wießner (3. Dan JJ) aus Hamburg (HJJV) /Schleswig-Holstein. Thema waren Messer und Stocktechniken sowie prüfungsrelevante Gegen- und Weiterführungstechniken.


Coronabedingt waren am Eingang der Halle Masken angesagt, Desinfektionsmittel standen bereit und man musste sich in Listen mit kompletter Anschrift /Telefonnummer eintragen: Neu war ein ausgeklügeltes System, bei dem man sicherstellte, dass sich 2 Partner finden, die dann den gesamten Lehrgang auch zusammen trainierten.


Insgesamt kamen 42 Ju-Jutsu-Sportler auf die Matte, vom Weißgurt bis zu höheren Dangraden. Alle waren hoch motiviert und gespannt, was nun kommt.


Thorsten begann mit einer leichten Erwärmung durch Stocktechniken, zum Teil mit Partner. Ziel war es z.B. Stockangriffen aus Winkel 1-8 mit einer weichen „Snake“-Bewegung abzuwehren und dann mit einem Kettenfauststoß zu antworten. Im Weiteren wurde klar, dass es auf die Abwägung ankommt, wann weich und wann hart reagiert werden muss. So ist beispielsweise bei einem Block (Stock gegen Stock aus Winkel 1) blitzschnell der Stock mit links zu erfassen und mit rechts in einer Wellenbewegung auf den Stock (am Besten sogar auf die Hand) zu schlagen. Dabei ist es wichtig, tatsächlich den Wechsel aus der harten Schlagtechnik und der weichen Welle zu vollziehen. Grundlage ist hier (wie so oft) die Bewegungslehre und der Aufbau der Technik.


Im Messerpart wurde nach einer kurzen Abhandlung über die Gefährlichkeit der Messerabwehr geübt, den Partner mit einem überraschenden Schnitt aus Winkel 1 anzugreifen. Diese sollte dann unter Eigensicherung ausweichen. Es folgten zwei weitere klassische Abwehren.


Nach einer kurzen Pause ging es dann zum Thema Gegen- und Weiterführungstechniken. Zunächst wurde geklärt, was die Begriffe bedeuten, dann startete es mit einer Weiterführung einer Hebeltechnik (hier Armriegel von außen). Uke beugte den Oberarm in dieser Position, Tori (der Ausführende) verdrehte dann den Arm wieder bis zur Streckung, belastete Toris Schulter und stach diesen Arm dann mit dem Hebel dann wie ein Paddel nach hinten ein. Tori ging dabe in den Kniestand. Natürlich wurde dabei auf die Verletzungsgefahr hingewiesen, bei einer Ausführung der Technik in der vollen Dynamik wäre der Arm gebrochen worden.


Es folgten weitere Weiterführungstechniken ( Kleine Innensichel nach missglückter großer Innensichel, nach missglücktem Schulterwurf Armstreckhebel mit Verdrehung Elle/Speiche und ggf Handsperrhebel und anschließendem Schwertwurf etc.).


Im Bereich der Weiterführung abgewehrter Atemitechnik gab es folgendes Beispiel: Uke greift mit geradem Fauststoß rechts an, Tori kontere mit Dreierkontakt, dann Rückhandschlag. Uke blockiert und Tori kontert mit Handdrehhebel


Gegentechniken waren nun das Abschlußthema:
Gegentechnik Schwertwurf: Schwertwurf

Gegentechnik Kipphandhebel: Kipphandhebel

Gegentechnik Gerader Fauststoß zum Kopf: Fauststoß ggf. mit Gegenzughebel


Nun war Manfred am Zug und zeigte eine Abwehr eines Schwitzkastens, Messerabwehren und einen umgekehrten Kipphandhebel aus einer Angriffssituation von hinten.


Das Fazit des Tages- man hätte noch so viel zeigen können, aber die Zeit wurde zu knapp. Es war eine tolle Truppe, hoch motiviert bis zuletzt. Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht und es wäre schön, wenn man das nächstes Jahr wiederholen könnte.



Fotos: Parlowski

Text: Wießner, Pressereferent HJJV


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