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15.06.2022 16:50 Alter: 15 days
Kategorie: Schleswig-Holstein Schleswig-Holstein

8. Dan Ju-Jutsu für Stefan Jacobs


Samstag, 11.Juni 2022 – Auf der Matte stehen nicht nur Lehrgangsteilnehmer und Referenten, sondern viele Gäste ohne Gi, Reporter und ein Kamerateam des Lokalsenders. Zur Eröffnung des Lehrgangs wird Stefan Jacobs nach vorn gebeten, um eine besondere Ehrung zu erhalten: Die Verleihung des 8. Dan Ju-Jutsu. Neben der Laudatio von Roland Köhler, Präsident des Deutschen Ju-Jutsu Verbandes und Teamchef des Ju-Jutsu-Bundeskaders und der Übergabe von Urkunde und Gürtel, ließen es sich Freunde/Vereinskollegen nicht nehmen auch einige Worte zu sagen, darunter Andreas Becher (Kodokan-Ehrenmitglied), Markus Grand (aus dem Kreis der Kodokan-Best Ager), Ashot Arustamjan, (SHJJV-Landestrainer) und Philipp Roth (SHJJV-Finanzreferent und Kodokan-Pressewart). Zudem waren von der Stadt Norderstedt Elke Christina Roeder (Oberbürgermeisterin), Katrin Schmieder (Sportdezernentin und Zweite Stadträtin) sowie Marc Muckelberg (Vorsitzender des Ausschusses für Schule und Sport der Stadt Norderstedt) Gäste der Ehrung und richteten ebenfalls dankende und anerkennende Worte an Stefan für sein Engagement und Leistungen.

Stefan Jacobs betreibt seit mehr als 40 Jahren Ju-Jutsu und erlebte die Gründung des Deutschen Ju-Jutsu Verbands im Jahr 1990 als bereits erfahrener Ju-Jutsuka. Seine Prägung zeichnete sich in dieser langen Zeit vor allem durch die Innovation und den Erfolg im Leistungssport aus, lenkte jedoch nie von seinem Mehrwert als Bildungsmultiplikator und Breitensportler für den DJJV, den SHJJV und als Athlet ab. Zusätzlich zu seinem Betrag zur Organisation Ju-Jutsu, ist Stefan jemanden, der auch als Inspiration und Wegbereiter für die Individuen, die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen, des Verbandes fungiert. Im Jahr 1978 begann er mit Ju-Jutsu, der Kampfkunst, die seine Kenntnisse aus Judo und Karate vereinte. Bereits im Jahr 1984 erreichte er den 1. Dan und ist somit seit über 38 Jahren Ju-Jutsu Meister. 20 Jahre später, im Jahr 2004 hatte er sich alle Meistergrade verdient und wurde mit der Verleihung des 6. Dans zum Großmeister ernannt. Mit ungebremster Motivation und dem Engagement in seiner Leidenschaft – dem Ju-Jutsu – wurde er seinem Ruf als Großmeister mindestens gerecht und so wurde ihm 2011 als Anerkennung der 7. Dan verliehen. Sein Weg in den Leistungssport fand er als aktiver Athlet. So wurde er im Jahr 1987 Deutscher Vizemeister und im Jahr darauf Bronzegewinner bei der Deutschen Meisterschaft. Parallel dazu fungierte er seit 1986 als leitender Landestrainer in Hamburg und begleitete von da an ca. 25 Jahre Athleten auf nationaler Ebene, ab 1993 auch auf internationaler Ebene. 1996 wurde Stefan zum Bundestrainer Deutschlands berufen, um mit seinem Wissen und seiner Erfahrung die Bundesathleten gegen die Weltelite zu stärken, was er bis 2001 tat. Nach seiner Zeit als Hamburger Landestrainer (bis 2010) übernahm er 2013 die Position des Leistungssportreferenten und Landestrainers im SHJJV, in der Funktion als Leistungssportreferent ist er auch heute noch tätig. Zudem übernahm er ab 2013 die Position des Schweizer Nationaltrainers -hier steckte der Leistungssport noch in den Anfängen. Seitdem hat sich seine Position im Jahr 2018 zum Headcoach der Schweiz geändert, welche er ebenso noch heute trägt. Die Erfolge als Leistungssportmultiplikator sind beachtlich: Auf internationaler Ebene unzählige Medaillenträger, darunter mehrere Weltmeistertitel oder Word Games Sieger wie Petra Holzhausen und Sabine Felser sowie viele Europameister. Auf nationaler Ebene sind die Kodokan Athleten ebenfalls als sehr gute Kämpfer bekannt – zuletzt führte der Kodokan bei der Deutschen Schülermeisterschaft den Medaillenspiegel mit 13 Medaillen (davon 10 Gold) an – als Verein mehr als überhaupt ein Bundesland. Dieses Resultat kommt nicht von irgendwo: Stefans wissenschaftliche Ausbildung spielt eine große Rolle darin. Mit permanentem Anspruch an sich selbst, die Qualität seiner Arbeit immer weiter zu verbessen und stets auf dem aktuellen Stand zu halten, verhelfen ihm dabei dieses Niveau konstant zu halten. Die wichtigsten Meilensteine in dieser Hinsicht sind sein Abschluss zum Diplomtrainer des DOSB, sein Abschluss des Bachelor of Arts (2011), sowie Master of Arts (2014) in Sportwissenschaften. Stefan ist ein Mensch, der sein Wissen weitergibt und auch andere davon profitieren lässt. Seit 1985 begleitete er zahlreiche Sportler zum Meistergrad und lizenzierten Trainer. Zudem fungiert er bis heute regelmäßig als Referent auf Landes- und Bundeslehrgängen und war von 1995 bis 2011 als Referent Ausbildung für den DJJV tätig. Auf Landesebene war er im Jahr 2011 als Referent Technik in Hamburg tätig. Doch auch außerhalb des Sportvereins und Verbands trägt er seinen Teil als Bildungsmultiplikator bei: Seit 2014 ist er als Fachlehrer Ju-Jutsu an dem Gymnasium Heidberg in Hamburg tätig und unterrichtet sportleistungsorientierte Schüler im Sportunterricht für den Ju-Jutsu-Leistungssport. Dieses Engagement zeigt sich im Ehrenamt im gleichen Ausmaß: Im Jahr 1988 gründete er den Verein Kodokan e.V. und ist seitdem Vorstandsmitglied. Ein Verein, der sich international einen Namen gemacht hat. Jeder fachkundige Sportler weiß, dass er bei der Begegnung auf Athleten dieses Vereins auf hochausgebildete Kämpfer trifft. Ein Verein, der dem SHJJV und DJJV alle Ehre macht und als Vorreiter bekannt ist. Seit 1999 besteht zudem eine Kooperation mit dem Verein TuS Holstein Quickborn e.V., die bis heute besteht und dessen Synergie zu großem Erfolg geführt hat. Der Verein ist zu dem Ausrichter der jährlichen Internationalen Kodokan Open, die eine wachsende Popularität genießt und als ein professionell organisiertes Turnier bekannt ist.

Stefan hat viel Leidenschaft in diesen Sport gesteckt und hatte dabei herausragenden Erfolg. Das Wichtigste dabei ist jedoch, dass dieses Engagement, der zeitgemäße Ideenreichtum im Sinne der Innovation und die verbreitende Inspiration für diesen Sport von ihm weiterhin konstant gelebt wird. Die Verleihung des 8. Dan ist eine angemessene Würdigung seiner Arbeit für den Verband und seines immerwährenden Engagements für die Sportler.

Herzlichen Glückwunsch!


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