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Erfolgreicher Auftakt der Kursleiter-Ausbildung „Nicht mit mir!“ in Wetzlar
Vom 26. bis 28. Juni 2026 fand in den Räumlichkeiten der Sportjugend Hessen in Wetzlar der erste Teil der Kursleiter-Ausbildung des bundesweiten Gewaltpräventionskonzepts „Nicht mit mir!“ des Deutschen Ju-Jutsu Verbandes (DJJV) statt. Zwölf engagierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen Vereinen nutzten das Wochenende, um sich für die Durchführung der zertifizierten Präventionskurse zu qualifizieren.
Unter der Leitung von Fritz Schweibold, Referent Gewaltprävention des DJJV, startete die Ausbildung am Freitagabend mit einer Einführung in das Konzept, seine pädagogischen Grundlagen und den strukturierten Kursaufbau. Das bewährte Ampelprinzip sowie die Ziele der Gewaltprävention bildeten dabei das Fundament für das intensive Ausbildungswochenende.
Im Mittelpunkt des Samstags und Sonntags standen die drei tragenden Säulen des Konzepts: Prävention, Selbstbehauptung und Selbstverteidigung. Die angehenden Kursleiterinnen und Kursleiter setzten sich mit Themen wie der Entstehung von Gewalt, dem Erkennen und Vermeiden von Gefahrensituationen, rechtlichen Grundlagen, Prävention sexualisierter Gewalt sowie der altersgerechten Vermittlung dieser Inhalte auseinander.
Ergänzt wurde das Programm durch zahlreiche praxisorientierte Einheiten zu Körpersprache, Distanzverhalten, Deeskalation, Intervention, Spielpädagogik und dem methodischen Aufbau einer „Nicht mit mir!“-Kursstunde. Theorie, Gruppenarbeiten, Rollenspiele und praktische Übungen wechselten sich kontinuierlich ab und sorgten für einen intensiven Erfahrungsaustausch sowie viele neue Impulse für die spätere Kursarbeit.
Trotz hochsommerlicher Temperaturen von nahezu 40 Grad herrschte während des gesamten Wochenendes eine konzentrierte, motivierte und engagierte Arbeitsatmosphäre. Die Teilnehmenden arbeiteten mit großem Einsatz an den Inhalten und legten damit den Grundstein für ihre zukünftige Tätigkeit als Kursleiterinnen und Kursleiter.
Ein besonderer Programmpunkt war der Bruchtest an 15 Millimeter starken Fichtenbrettern im Ausbildungsbereich Selbstverteidigung. Für viele Teilnehmende stellte dies eine eindrucksvolle Erfahrung dar. Der Bruchtest verdeutlicht anschaulich, dass nicht Muskelkraft, sondern vor allem Technik, Konzentration und Entschlossenheit entscheidend sind – eine Erfahrung, die das Selbstvertrauen stärkt und den pädagogischen Ansatz des Konzepts eindrucksvoll unterstreicht.
Nach einer gemeinsamen Abschlussbesprechung und dem Mittagessen endete der erste Ausbildungsabschnitt am Sonntag. Bis zum zweiten Lehrgangsteil bleibt den Teilnehmenden nun Zeit, die vermittelten Inhalte zu vertiefen, eigene Erfahrungen zu sammeln und sich auf die anstehenden Lehrversuche vorzubereiten.
Der zweite und abschließende Teil der Kursleiter-Ausbildung findet am 20. bis 22. November 2026 erneut in Wetzlar statt. Dort werden die Teilnehmenden ihre Kenntnisse weiter ausbauen und die Ausbildung mit dem Ziel abschließen, künftig eigenständig zertifizierte „Nicht mit mir!“-Kurse anbieten zu können.
Mit dem bundesweit etablierten Gewaltpräventionskonzept „Nicht mit mir!“ engagiert sich der Deutsche Ju-Jutsu Verband seit vielen Jahren erfolgreich für die Stärkung von Kindern und Jugendlichen. Ziel ist es, junge Menschen in ihrer Persönlichkeit zu fördern, sie für Gefahrensituationen zu sensibilisieren und ihnen altersgerechte Handlungsmöglichkeiten zu vermitteln. Die Ausbildung neuer Kursleiterinnen und Kursleiter ist dabei ein wesentlicher Baustein, um das Konzept bundesweit nachhaltig in Vereinen, Schulen, Kitas und weiteren Bildungseinrichtungen zu verankern.
































