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18.04.2024 15:59 Alter: 60 days
Kategorie: News DJJV, Leistungssport Leistungssport

Jugendeuropameisterschaft 2024 in Pitești (Rumänien) - Fighting Frauen


Vergangene Woche starten rund 1200 Athleten, in Piteşti (Rumänien) auf der Jugendeuropameisterschaft. Die Athleten, darunter ca. 100 Deutsche, kämpften auf 8 Matten gegeneinander um den Titel. Athleten aus der U16, U18 und U21 gingen gemeinsam mit ihren Betreuern und Trainern an den Start.

Die Trainer Rado Mollenhauer, Mike Hartmann und Christopher Müller reisten mit ihrem BJJ-Team an; Dries Beyer und Julia Paszkiewicz coachten das deutsche Duo-Team und Mandy Sonnemann, Chris Bazant, Andreas Kuhl, Jörn Meiners und Roland Köhler waren als Trainer für das Fighting-Team vor Ort.

Lotta Sander startete erstmals in der Klasse U21 +70kg, hier konnte sie sich in ihrem ersten Kampf gegen ihre Gegnerin Diana Skrypniuk aus der Ukraine durchsetzen. Lotta gewann den Kampf mit 15:18 Punkten. Im zweiten Kampf traf sie auf die Nordmazedonin Katerina Acevska. Diesen Kampf konnte Lotta mit einem Full Ippon vorzeitig beenden und zog somit als erstplatzierte aus ihrem Pool ins Halbfinale ein. Hier trat sie gegen die Griechin Athanasia Vetseridi an und konnte den Kampf ebenfalls mit Full Ippon vorzeitig beenden und sicherte sich einen Platz im Finale. Hier traf Lotta erneut auf Katerina Acevska, gegen die sie sich durchsetzen konnte, und nach ca. einer Minute mit Full Ippon gewann. Somit gewann Lotta Gold und holte sich den Titel der Europameisterin.

Kristin Raddatz (-70 kg U21): „Mein erster Kampf gegen eine Gegnerin aus Montenegro konnte ich durch einen abgeknieten Schulterwurf vorzeitig erfolgreich beenden. Im Viertelfinale stand ich einer französischen Kontrahentin gegenüber, die während des Kampfes disqualifiziert wurde, was mir den Einzug in das Halbfinale ermöglichte. Dort gelang es mir, mich mit Full Ippon gegen meine slowenische Gegnerin durchzusetzen. Letztendlich entschied ich auch den spannenden Finalkampf für mich und sicherte mir somit den Titel als Europameisterin.“

Adele Heeschen (U16 -44 kg) kämpfte im ersten Kampf gegen Griechenland deutlich überlegen, sie punktete immer wieder mit sauberen Atemi-Techniken und dem Fußstoß seitlich. Dadurch konnte sie eine große Außensichel ansetzen und gewann diesen Kampf sehr deutlich. In den zweiten Kampf, gegen Rumänien, kam Adele nur sehr schwer rein und die Gegnerin konnte von Beginn an in Führung gehen. Auch im weiteren Verlauf war die Rumänien stärker und so wurde Adele in die Trostrunde geschickt. Dort konnte sie alle überzeugend schlagen und sich noch den 3. Platz erkämpfen. 

Jennifer Hartock startete das erste Mal international in der Klasse U18 -63kg. Ihren ersten Kampf gegen die Belgierin Atesalp Tulin gewann sie mit 16:14 Punkten. Im zweiten Kampf gegen die Schwedin Isacson Carin verlor Jennifer nach wenigen Sekunden Full Ippon. Den dritten Kampf gegen die Serbin Joic Danjela gewann sie mit einem Punkt Vorsprung. Gegen die Italienerin Di Maggio Giolia blieb der Kampf bis zum Schluss spannend. Die Italienerin führte mit einem deutlichen Punktevorsprung und Jennifer fehlte der letzte Ippon in Part 2. In den letzten 6 Sekunden des Kämpfen konnte sie sich diesen aber durch einen direkten Übergang mit einer großen Innensichel holen, so gewann sie den Kampf in der letzten Sekunde mit Full Ippon und zog ins kleine Finale. Da traf sie auf die Bulgarin Edreva Anastasia, diesen Kampf konnte sie jedoch vorzeitig mit Full Ippon beenden. Somit hat sich Jennifer den 3. Platz bei der Europameisterschaft in Piteşti gesichert.

Am Freitag ging Bella Stelzer in der Klasse U16 +63 kg an den Start. Mit erst 13 Jahren ist Bella die Jüngste im deutschen Team. Trotz starker Aufregung verkaufte sie sich souverän und lieferte sich mit den teils deutlich schwereren Gegnerinnen starke Duelle. Am Ende konnte sie wohl verdient die Silbermedaille mit nach Hause nehmen.

Am Samstag startete Nieke Südbrock (U18 -48 kg) in der neuen Altersklasse. Direkt im ersten Kampf musste sie gegen ihre Angstgegnerin aus Italien antreten. Anfangs kam Nieke gut in den Kampf und konnte immer wieder Punkten. Leider verließen sie irgendwann die Nerven und die Italienerin konnte punktemäßig in Führung gehen. Diese Führung konnte sie bis zum Schluss ausbauen und verwies Nieke in die Trostrunde. Hier drehte Nieke mit Wut im Bauch richtig auf und sicherte sich nach drei weiteren Matchen souverän die Bronzemedaille. 

Die amtierende Welt- und Europameisterin der U18 -57kg, Manju Oberle hat sich zu Beginn der Saison gleich zwei Wechseln gestellt. Daher ging sie in der U21 -63 kg an den Start. Wie man es von ihr gewohnt ist, ging sie hochkonzentriert in ihre Kämpfe und zeigte direkt, dass sie auch in der höheren Alters- und Gewichtsklasse mithalten kann. Lediglich im Halbfinale musste sie sich undenkbar knapp der deutlich älteren Schwedin Livia Hogbom geschlagen geben. Sehr ärgerlich, aber Manju ließ sich nichts anmerken und zeigte im Kampf um Bronze, dass bei der WM mit ihr gerechnet werden muss. Verdient sicherte sie sich die Medaille und konnte das Treppchen erklimmen. 

Nadine Rameckers hat sich sehr gut durch die Vorrunde gekämpft und kam ungeschlagen ins Halbfinale. Dort hat sie gegen eine sehr starke Griechin taktisch klug gekämpft und am Ende die Disqualifikation ihrer Gegnerin erzwungen. Sie lag aber bereits in Führung. Dies war der Einzug ins Finale. Dort traf sie auf Kristin Raddatz, ihre Kader Kollegin aus Niedersachsen. Nadine fand nicht richtig in den Kampf und hatte Im Part 2 kein Konzept gegen Kristin. Daher unterlag Nadine am Ende nach Punkten. Sie freute sich dennoch über die Silbermedaille.

Judith Plasil, U18 bis 70 kg: Sie kam ebenso ungeschlagen ins Finale. Jeder ihrer drei Vorrundenkämpfe war von Judith stark gekämpft. Im Halbfinale lag sie bis eine Minute vor Ende sogar mit einigen Punkten in Rückstand, aber sie hat ihr Herz in die Hand genommen und durch ein full Ippon mit einem Wurf und einem Haltegriff den Kampf noch vorzeitig beenden können. Leider fand sie im Finale dann kein Konzept gegen ihrer slowenische Gegnerin. Judith lag den ganzen Kampf zurück, hätte am Ende durch einen gelungenen Wurf noch gewinnen können. Das gelang ihr diesmal aber leider nicht. Somit auch hier die Silbermedaille für Judith Plasil aus Nordrhein-Westfalen.

 

Ein großer Dank geht an unser Medi-Team, das vor Ort dabei gewesen ist. Ohne Katharina Turau (Physio) und Mareen Menges (Ärztin) hätte das deutsche Team niemals so viel erreichen können. Katharina hat vor den Kämpfen alle Athleten fleißig getaped, Mareen unterstützte vor allem während den Kämpfen. Nicht nur das deutsche Team wurde versorgt, auch viele andere Nationen waren dankbar um deren Hilfe.

Auch mit anwesend war unser Vizepräsident Uli Muchow, der immer als Ansprechpartner für alle fungiert und bei fast allen Problemchen weiterhelfen kann. Er betreut alle Athleten und das ganze Team außerhalb der Matte. Danke!

Ein großes Dankeschön wird auch Markus Ridder, unserem Sportreferent, ausgesprochen. Er ist immer ein zuverlässiger Ansprechpartner für den internationalen Verband und die Organisation vor Ort. Das ist bedeutend für den Erfolgs des ganzen Teams, so kann dieses den Fokus auf die Wettkämpfe legen.

Klar ist auch, dass unsere Kampfrichter nicht wegzudenken sind. Besonderer Dank geht an Ralf Pfeifer, der als Head Referee für alle Kampfrichter zuständig war, was bei 8 Matten, auf denen zeitgleich gekämpft wird, keine einfache Aufgabe ist.

Unsere Fotografen Elsa Braun, Svenja Meiners und Christian Zink haben wertvolle Arbeit geleistet und sowohl emotionale als auch spannende und lustige Momente mit ihren Kameras verewigt.

 

Bundestrainer Köhler, Meiners, Sonnemann


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